Spiekeroog liegt als Mitglied der Ostfriesischen Insel-Familie vor dem östlichen Ende der Ostfriesischen Halbinsel im Nationalpark “Niedersächsisches Wattenmeer”.

Vor 300 Jahren war die Nordseeinsel noch viel kleiner. Die heutige Größe erreichte sie erst nach Eindeichung der Harlebucht und verstärkten Schutzmaßnahmen gegen Gezeitenströme und Sturmfluten am Westrand der Insel.

Wie komme ich nach Spiekeroog?

Als einzige der Ostfriesischen Inseln besitzt Spiekeroog keinen Flugplatz. Die Anreise erfolgt daher ausschließlich mit der Fähre von Neuharlingersiel aus. Die Abfahrtzeiten sind tideabhängig und sollten frühzeitig erfragt werden.

Eine knappe Stunde dauert die gemächliche Fahrt durch die weltweit einzigartige Watt-Landschaft zwischen Festland und Insel. Hierbei stimmen sich die Nordsee-Urlauber auf den langsamen, stressfreien Rhythmus der Insel ein.
Ein kurzer Fußweg führt die Neuankömmlinge direkt in den Mittelpunkt des Dorfes.

Ohne die rund 800 Einwohner, die ihre Gäste herzlich willkommen heißen, könnte man meinen, in einem Museumsdorf angekommen zu sein. Wunderschöne, mit viel Liebe zum Detail restaurierte und gepflegte Häuschen bilden das Dorf in der Mitte der Insel. Viele denkmalgeschützte Häuser sorgen für die für Spiekeroog so typische Atmosphäre und Geborgenheit.

Was kann man auf Spiekeroog erleben?

Die große Anzahl krüppelig gewachsener Eichen, Kiefern, Erlen und anderer Bäume ist eine weitere Besonderheit. Dies brachte der Nordseeinsel den Beinamen “grüne Insel”.
Spiekeroog ist ein staatlich anerkanntes Thalasso-Nordseeheilbad. Als solches bietet die Insel jede erdenkliche Möglichkeit, ihre Natur heilend anzuwenden.

15 Kilometer weißer Sandstrand, Kiefernwäldchen, ausgedehnte Salzwiesen und natürlich das ostfriesische Watt mit dem ständigen Kommen und Gehen der Nordsee sorgen für tiefe, lang anhaltende Erholung. Einige Flächen sind für menschliche Besucher gesperrt.
Aber wenn Sie die Weite der flachen Landschaft und die Harmonie der Farben auf sich wirken lassen, genügt das, um die sonst allgegenwärtige Reizüberflutung schnell zu vergessen!

Über der Tourist-Information “Kogge” ist das kuriose Muschelmuseum untergebracht. Ein privater Sammler zeigt hier über 2000 Muschel- und Schneckenschalen aus der ganzen Welt. Die angegebenen Namen sind nicht immer streng wissenschaftlich, sorgen aber oft für ein Schmunzeln bei den Besuchern. Die alte evangelische Inselkirche, 1696 erbaut, ist die älteste Kirche in ganz Ostfriesland. Noch eine Superlative: Die “weiße Düne” stellt mit 24,10 Metern über NN die höchste, natürliche Erhebung Ostfrieslands dar.

Bei einer Wattwanderung mit geprüftem Wattführer bietet sich von Spiekeroog aus die Gelegenheit, das “UNESCO-Weltkulturerbe” besonders hautnah zu erleben. Hatten Sie schon mal einen Wattwurm auf der Hand oder haben Muscheln beobachtet, wie sie mit ihrem Fuß über den Wattboden laufen und sich eingraben? Das und viele weitere Informationen werden Sie zum Staunen bringen.

Wenn sich die Flut ihr Reich zurück erobert hat, sitzen Sie schon lange in einer der gemütlichen Teestuben und geniessen den dampfenden Ostfriesentee.

Urlaubsinformationen

Hotels mit drei oder vier Sternen, Ferienhäuser und Wohnungen oder der mitten in der Natur liegende Zeltplatz mit eigenem Strandabschnitt, für jeden Geschmack und Geldbeutel bietet die Nordseeinsel geeignete Unterkünfte.
Die Wohnanlage “Spiekerooger Leidenschaft” bietet sowohl Hotel-Garni als auch Appartements für Selbstversorger, in der Dorfmitte auf dem Noorderpad Nr. 6 zentral gelegen. Im ehemaligen Pastorengarten finden Sie das allein stehende Gästehaus “Pastors Tuun”, das, versteckt im Grünen, Platz für bis zu 6 Personen bietet.