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Ab November bringen Kegelrobben ihre Jungen auf der Düne von Helgoland zur Welt. Mit etwas Glück lässt sich hier das seltene Ereignis einer Geburt beobachten.


Seehund liegt auf der Düne von Helgoland
Seehund sonnt sich auf der Düne

Die Aufzucht der Robbenbabys erleben Urlauber in Begleitung eines Führers am weißen Strand der ostfriesischen Insel. Wer im Sommer an die Nordseeküste reist, kann den neugierigen Meeressäugern beim Schwimmen begegnen.

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Wer die Kegelrobben hautnah erleben möchte

Deutschlands größtes freilebendes Raubtier galt in den achtziger Jahren auf der Insel Helgoland als nahezu ausgestorben.

Heute zählt die Robbenart noch immer zu den gefährdeten Populationen unseres Landes. Erst seit Mitte der neunziger Jahre beobachten Naturschützer, dass die Tiere ihre Jungen wieder regelmäßig auf der Helgoland Düne zur Welt bringen.

Damit die Ruhe der Babyrobben nicht gestört wird, begleiten fachkundige Führer die Touristen. Der Besuch auf der örtlichen Badeinsel beginnt mit einer Schifffahrt. Dort erwartet die kleinen und großen Gäste ein einzigartiges Naturschauspiel im Urlaub an der Nordsee.

Robbenbaby am Strand
Robbenbaby am Strand

Wie die Meeressäuger leben

Neben dem Seehund gehört die Kegelrobbe zur Fauna, die auf der Helgoländer Düne am weitesten verbreitet ist. Der Name leitet sich von ihrer kegelförmigen Kopfform ab. Bis zu 300 Kilogramm Körpergewicht erreicht ein ausgewachsenes Tier, das im Lateinischen als Halichoerus grypus bezeichnet wird.

Als Besonderheit gilt, dass die Robben den Lebensraum auf dem Eiland in der deutschen Bucht bevorzugen und immer wieder an ihre Fortpflanzungsstätte zurückkehren.

Ein Grund dafür mag das milde winterliche Klima aufgrund des Golfstroms sein. Gegenüber dem Festland weist die kleine Insel in der kalten Jahreszeit sogar mehr Sonnenstunden auf. Der Tauchgang einer Kegelrobbe dauert rund 20 Minuten.

Dabei erreichen die gewandten Schwimmer bis zu 140 Meter Tiefe. Erwachsene Tiere verzehren täglich in etwa 10 Kilogramm Fisch. Vor allem Hering, Dorsch, Lachs, Scholle und Makrele stehen mit Vorliebe auf ihrem Speiseplan.

Unterwegs zu den Liegeplätzen der Robbenkolonie

Auf Helgoland haben Besucher im Nationalpark Wattenmeer die Möglichkeit, Rangkämpfe und Paarung der Meeressäuger zu beobachten. Die Kleinen werden nach einer Tragzeit von 11,5 Monaten mit weißem Fell geboren, das in der Fachsprache Lanugo heißt.

Rangkämpfe von zwei Robben
Rangkämpfe von zwei Robben

Das embryonale Fell besteht etwa 5 Wochen, bevor es in eine helle bis grau gefleckte Färbung übergeht. Je nachdem wo die Babys auf der Hochseeinsel zur Welt kommen, beginnt ihr Name mit N für Nordstrand, S für Südstrand oder F für Feuersteinstrand Aade.

Bei einem Besuch der Lebewesen in ihrer natürlichen Umgebung erhalten Naturfreunde einen faszinierenden Einblick in die Aufzucht der Jungtiere. Sogenannte Seehundjäger sind heute als Nationalparkmitarbeiter tätig und für den Schutz der außergewöhnlichen Inselbewohner verantwortlich.

Zum Wohl der Robben auf der Düne in Helgoland führen der Verein Jordsand und die Natur e.V. eigene Exkursionen durch. Sonne, Wind und Wolken bieten dazu eine einmalige Kulisse für die ganze Familie. Wer eine Patenschaft für die Kegelrobben übernimmt, darf den Nachwuchs im Nordsee-Urlaub kostenfrei besuchen

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